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Antrag (V) Busverkehr im Frankfurter Westen

Der Ortsbeirat 6 möge beschließen:

Bereits kurz nach Betriebsübernahme des Linienbündels B durch die DB Busverkehr Hessen (BVH) Ende 2014 wurde über massive Probleme im Busverkehr im Frankfurter Westen berichtet. Fast vier Jahre später berichten die Fahrgäste nun immer noch über zahlreiche Missstände – alte Probleme (bspw. Ausfälle, Verspätungen) und neue Probleme. So nehmen die Berichte von Fahrgästen zu, dass Busfahrer während des Fahrens telefonieren oder einfach nicht wissen, wie sie die Fahrkarten verkaufen können.

Dies vorausgeschickt, wird der Magistrat gebeten zu prüfen und zu berichten

  1. inwieweit sich die anfangs aufgetretenen überdurchschnittlichen Ausfälle und Verspätungen im Linienbündel B verbessert haben,
  2. inwieweit bekannt ist, dass Fahrgäste im Bus keinen Fahrschein ziehen können,
  3. welche Schätzungen es bzgl. des Verdienstausfalls aufgrund des ausbleibenden Fahrscheinverkaufs gibt,
  4. inwieweit die Busfahrer dahingehend sensibilisiert werden, die StVO einzuhalten und bspw. nicht beim Fahren zu telefonieren.

Zudem wird der Magistrat gebeten, die Dokumentation der aufgetretenen Probleme, soweit sie durch das Rechnergestützte Betriebsleitsystem (RBL) erfasst und übermittelt werden konnten, dem Ortsbeirat offenzulegen.

Begründung:

In der Stellungnahme des Magistrats vom 29.05.2015, ST 811 wurde als wesentlicher Grund für die damals aufgetretenen Probleme die „seinerzeit noch mangelhafte Erfahrung des Fahrpersonals, das mehr als sonst üblich aus Berufsanfängern“ bestand, genannt. Das kann doch aber fast vier Jahre später nicht der Grund dafür sein, dass die Probleme immer noch bestehen und zudem scheinbar noch weitere Probleme (kein Ticketverkauf) hinzugekommen sind. Nach wie vor scheinen bspw. Busfahrer den richtigen Weg nicht zu kennen – kürzlich erst wurde beobachtet, dass ein Bus der Linie 55 auf dem Weg von Sossenheim nach Höchst versehentlich in die Robert-Bunsen-Straße abgebogen ist.

Viele Menschen sind auf den ÖPNV angewiesen – gerade in den westlichen Stadtteilen auf den Busverkehr. Zudem sollte es auch im Interesse der Stadt Frankfurt sein, dass möglichst viele Menschen den ÖPNV nutzen. Um den ÖPNV für die Menschen attraktiv zu gestalten, sind Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sehr wichtig. Und der Hinweis auf die 10-Minuten-Garantie mit Erstattung des Fahrpreises ist für die Fahrgäste, die zu spät zur Arbeit, zu Terminen, zu ihren Anschlussverbindungen etc. kommen, nur bedingt hilfreich.

 

Antragsteller:                                                              Fraktionsvorsitzender:

Susanne Serke                                                                     Markus Wagner

 

Dieser Antrag wird auf der Ortsbeiratssitzung am 23. Oktober eingebracht.

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